9 thoughts on “#74 Von denen, die zwischen den Stühlen sitzen

  1. Super, Leute, ich kann nur sagen: Volltreffer.
    Ich kenne das selbst, kritisiere ja auch gerne und vieles. Dann kommt es mir auch manchmal so vor, als ob ich wie der Pharisäer bin, der sagt, gut, dass ich nicht mehr so bin wie diese verrückten und verkorksten Fundis. Da muss ich mir auch schonmal sagen lassen, ich bin ein Heuchler.
    Und dann kann ich eigentlich nur sagen “Gott, sei mir Sünder gnädig.”

  2. Gottes Scheitern am Menschen als “Spiegelbild” für unser Scheitern an Gott… wow!
    Das ist doch spannend, oder?! Danke, Jay!!!

    ISI, falls du das liest – ich würde dich gerne fragen: Wofür schlägt dein Herz?
    Gibt es etwas, in das du dich so hineingeben/verlieren kannst, dass du dabei völlig die Zeit vergisst und das dich einfach glücklich macht?
    Wonach sehnst du dich am allermeisten?
    Wenn Gott dir “nichts sagt”, ist das, was du bisher über ihn gehört/gelesen hast, irgendwo in deinem “Herzen” vielleicht eher “nichts-sagend”?
    Was spricht dich denn total an?
    Vielleicht wäre es für dich eine Möglichkeit, dich nochmal von einer ganz anderen Seite diesem Geheimnis Gottes zu nähern, statt auf die “konventionelle” Art und Weise deiner Freunde…?

    1. Gesehen und geteilt. Wirklich sehr gutes Video, danke. Ja, wenn wir nur fähig wären, mal eine Meile in den Schuhen des anderen zu gehen würden wir vieles anders sehen.

  3. Von wegen Steve Taylor hier der Trailer zu seiner Verfilmung des Buches “Blue Like Jazz” (von Donald Miller), die ich grandios finde, und die auch das Thema Eures Talks bearbeitet:
    https://www.youtube.com/watch?v=MpvMAYkHGas&spfreload=10
    (Können wir mal zusammen bei uns gucken, Gofi – hat auch ‘nen phantastischen Soundtrack – das knallt ;-)))
    Grüße,
    Winnie 🎸🎶

  4. Danke für die Vorstellung dieser tollen Songs! Sehr genial! Inhaltlich möchte ich euch aber gerne an einem Punkt widersprechen. Jay, du hast einen Typen aus dem Mittelalter genannt, der auf der einen Seite seine Liebe zu Jesus besingt und auf der anderen Seite zu Kreuzzügen aufgerufen hat. (Sorry, den Namen hab ich schon wieder vergessen) und du hast gemeint, dass man doch nicht auf der einen Seite seine Weisheiten zitieren darf wenn man doch auf der anderen Seite weiß, was er auch für einen Blödsinn verzapft hat. Ich glaube, das man immer mit diesen Zwiespalt lebt, wenn man selbstständig denkender Weise Aussagen anderer Menschen bewertet. Ich zitiere auch gerne mal den alten Paulus, und trotzdem schweige ich nicht als Weib in der Gemeinde. Wir feiern gerade das Lutherjahr und berufen uns als evangelische Christen ja nun wirklich zutiefst auf ihn, und trotzdem kriege ich das kalte grausen wenn ich höre, was er über Juden vom Stapel gelassen hat. Und, lieber J, du predigst so geil, aber d.h. nicht, dass ich dir immer in allem zustimme 😉

    1. Hi Sabine, das bin ich gewesen, denke ich. Ich habe von Bernhard von Clairvaux gesprochen. Ja, ich gebe dir recht, man kann das Gute, das ein Mensch gesagt hat, zitieren und sich darauf berufen, und das Fehlerhafte ignorieren oder sogar ablehnen. Luther ist da ein sehr gutes Beispiel. Es ging in unserem Gespräch allerdings darum, dass wir die Traditionen, in denen wir stehen, als unsere Herkunft annehmen, und zwar sowohl die guten als auch die schlechten Dinge, die zu diesen Traditionen gehören. Wir können uns über das Gute freuen, sollten aber das Schlechte demütig als auch zu uns gehörig annehmen. Wir können nicht bei allem Guten sagen: Das waren wir! Und bei allem Schlechten: Das sind wir nie gewesen! Unsere Kritik an uns Gläubigen war, dass wir das oft sehr selektiv handhaben.

      1. Ja, da gebe ich dir völlig recht, obwohl das oft echt schwer auszuhalten ist, sich zu vergegenwärtigen, was in der christlichen Linie alles passiert ist. Und nicht nur in der christlichen, sondern auch und besonders in deutscher Verantwortung.
        Und als Christ bringt es mich immer wieder in Erklärungsnotstand, wenn die Frage aufkommt, warum denn grade die Christen, die doch die Liebe predigen wollen und sollen, sich so verirren konnten.

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