#174 Drei dicke Bretter zum Saisonfinale

Wir schnüren Euch zum Abschluss noch einmal ein großes Paket: Wir blicken zurück – nicht nur auf das Jahr, sondern auch auf unsere Folge über ‚Lobpreis‘, auf die es sehr viele Reaktionen gab und noch gibt. Außerdem beantworten wir drei Hörer*innen-Fragen: Gregi fragt uns, wie man eigentlich gute, nachhaltige Entscheidungen treffen kann. Miriam spricht uns noch einmal auf eine unserer ersten Folgen mit Torsten Hebel an und fragt, ob wir grundsätzlich etwas gegen Evangelisation haben oder ob wir uns auch gute Formen vorstellen können. Und Stephan möchte gerne wissen, wie Gemeinden im Allgemeinen funktionieren und wie man sie verändern kann. Nehmt Euch Zeit. Wir haben sie uns auch genommen. Viel Spaß und: einen schönen Sommer Euch allen. Vielen Dank für Euer Interesse, Eure Unterstützung und Ermutigung!

#173 Wie geht Glaube, nachdem er gegangen ist? (m. Stephan Jütte)

Wie glaubt man eigentlich weiter, wenn man seinem Glauben all die intellektuellen Herausforderungen zugemutet hat, wenn die Frömmigkeit durch Katastrophen ihre schlichten Gewissheiten verloren hat? Stephan Jütte kennt das. Wer sich in der christlichen Podcast-Szene ein wenig auskennt, wird ihm schon begegnet sein. Stephan ist der Chef von RefLab, einem Think Tank und Medien Pool der Reformierten Kirche des Kantons Zürich. Er kann auf seine eigene Glaubens- und Zweifelsgeschichte zurückblicken und sagt: Ich glaube heute immer noch genau so gerne, aber anders als früher. Was sich in seinem Glauben geändert hat und warum, und wie sein Glaube heute aussieht, das erzählt er uns in diesem spannenden Talk. Sehr hörenswert, lasst es euch nicht entgehen!

#172 Lobpreis: Beam me up, Scotty! – Was wir an der heutigen Kirchenmusik toll finden und was wir kritisieren

‚Lobpreis‘: ein Begriff, der den wenigsten Menschen im deutschsprachigen Raum bekannt ist. Einer großen Zahl von Christ*innen ist er dafür umso wichtiger. Vielerorts ist ein Gottesdienst ohne ihn undenkbar. Schließlich handelt es sich um DIE zeitgenössische Kirchenmusik, die bei Jung und Alt beliebt ist. Doch so viele Verfechter*innen er hat, so viele Kritiker*innen hat er auch. Zurecht? Wir finden schon. In diesem launigen, aber trotzdem ernsthaften Gespräch erzählen wir von positiven und negativen Erfahrungen, überlegen, welche Tücken das Format hat, warum die Musik so klingt, wie sie oft klingt, warum wir Lobpreis manchmal als übergriffig empfinden, welche Theologien Text und Musik prägen und welche positiven Beispiele wir kennen. Dieser Talk ist kein Bashing, sondern ein ehrlicher Versuch, sich kritisch und fair mit einem wichtigen Phänomen auseinanderzusetzen. Aber hört selbst.

#171 Endlich Gleich! – Warum Frauen noch immer nicht gleichberechtigt sind (m. Veronika Schmidt)

Es wird behauptet, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter längst erreicht ist. Aber die Autorin und systemische Beraterin Veronika Schmidt aus dem Schweizer Schaffhausen ist da ganz anderer Ansicht. Sie hat ein mutiges Buch zu dem Thema geschrieben, das vor allem die Verhältnisse in christlich-freikirchlichen Kreisen aufs Korn nimmt. Sie meint: In den Augen Gottes waren die Geschlechter von Anfang an nicht nur gleichWERTIG, sondern auch gleichBERECHTIGT. Worin der Unterschied besteht, was sie antreibt und warum sie ihr Buch als eine ‚entschärfte Bombe‘ bezeichnet – das alles erfahrt ihr in diesem hörenswerten Talk. Viel Spaß!

#170 Auf der Suche nach dem wahren Ich

Selbstoptimierung, der richtige Beruf, die Frage nach der Berufung, Meditation: Die Suche nach dem wahren Ich kann viele Formen annehmen. Es lässt sich offensichtlich nur schwer finden. Oder ist das sogar gar nicht möglich? Gibt es das Selbst? Was soll das sein? Ist es oder wird es? Ist es der Ort, an dem man Gott findet? Oder gar Gott selbst? Julia hat uns mit einem Kommentar zu einer Folge von Cobains Erben inspiriert. Und wir nehmen den Faden auf und spinnen ihn weiter. Dabei erzählt Jay von einer Begegnung mit seinem wahren Selbst, das ihm Gofi gar nicht zugetraut hätte. Aber hört selbst.

#169 „Für mich war Jesus immer schwul“

Wie ist das, wenn man merkt, dass man erotische Gefühle nur für Menschen des eigenen Geschlechtes empfinden kann, und sich trotzdem vor allem in konservativ-christlichen Kreisen wohlfühlt? Was passiert, wenn man sich nichts mehr als ein ganz normales Leben wünscht – und dann mit seiner Homosexualität konfrontiert ist? Annika und Benjamin von dem Podcast ‚Zwischenfunk‘ sind zu Gast und nehmen uns hinein in ihre Gefühls- und Gedankenwelt: Zwei großartige Menschen, die sich trotz aller Enttäuschungen immer noch um einen konstruktiven Dialog bemühen. Superspannend! Aber hör selbst.

#168 Zwischen Nächstenliebe und Selbstliebe – Kann man es auch übertreiben? Und wo soll die Liebe herkommen?

Robert hat uns angerufen und gefragt, wie weit die Liebe zum Nächsten eigentlich gehen darf. Bedeutet das, dass man die eigenen Bedürfnisse dabei vernachlässigen muss? Und ist Selbstliebe aus christlicher Sicht wirklich so schlecht? Was bedeutet es, den Nächsten zu lieben wie sich selbst? Und wie viel ist in dieser Hinsicht zu viel? Wir haben uns darüber unterhalten, erzählen von unseren eigenen Erfahrungen und haben ein paar gute Erkenntnisse für Euch. Aber hört selbst.

#167 Hinterm Schmerz liegt die Freiheit – Ein Motivationstrainer unter Druck (m. Lutz Langhoff)

Was passiert, wenn ausgerechnet ein Motivationstrainer von einem Albtraum in den nächsten schlittert? Wie kann jemand andere ermutigen, der selbst durch die Hölle geht? Lutz Langhoff macht diese Erfahrung. Früher als beliebter Kleinkünstler und Evangelist in christlichen Kreisen unterwegs, arbeitet er heute als jemand, der anderen zum geschäftlichen Erfolg verhilft. Eine positive Einstellung ist da wichtig. Aber um die musste Lutz in seinem Leben immer wieder hart kämpfen. Ob und wie er dabei erfolgreich war, erzählt er uns in diesem packenden Gespräch. Viel Spaß!

#166 Musste Jesus sterben? – Warum Gott uns nicht gehört und was Ostern mit der Pandemie zu tun hat (m. Antje Schrupp)

Musste Jesus wirklich sterben? Wäre es nicht viel besser gewesen, wenn er nicht hingerichtet worden wäre? Antje Schrupp, Buchautorin und Journalistin, findet schon. Für sie wäre das Christentum auch ohne das Kreuz vollständig. Wir wollen von ihr wissen, wie sie das meint, warum sie Christin ist und warum ein Tod für andere oder für eine gute Sache zwar nicht heldenhaft, manchmal aber notwendig ist. Außerdem überlegen wir, was es bedeuten könnte, Ostern während der Covid-Pandemie zu feiern. Denkfutter für die Festtage. Viel Spaß und frohe Ostern!

#165 Die schmutzigen Geheimnisse des Ravi Z.

Triggerwarnung: Liebe*r Hörer*in. Falls Du in der Vergangenheit Opfer von sexuellem Missbrauch oder Machtmissbrauch gewesen bist, könnte es sein, dass manches, was wir in dieser Folge schildern, schreckliche Erinnerungen in dir weckt. Bitte entscheide sorgfältig, ob Du Dir unser Gespräch zumuten möchtest.

Ravi Zacharias wurde zu Lebzeiten auf der ganzen Welt verehrt. Als der Evangelist im Mai letzten Jahres starb, trauerten Zehntausende. Nur kurze Zeit später tauchten Berichte auf, dass Zacharias mehrere Frauen sexuell belästigt und missbraucht haben sollte. Diese Berichte bestätigten sich und wurden im vergangenen Februar von Ermittlern bewiesen. Plötzlich erinnert man sich an ähnliche Vorwürfe, die schon einige Jahre zurückliegen, die aber damals niemand glauben wollte.
Wie konnte es dazu kommen? Wie kann jemand, der auf der ganzen Welt öffentlich für die Wahrheit eintritt, so schamlos lügen? Was sagt das aus über ein verbreitetes Verständnis von Glauben und Leitung?
Dieser Talk macht keinen Spaß. Aber es ist wichtig, dass wir drüber reden.