23 thoughts on “#28 Siegfried Zimmer persönlich

  1. Und mal wieder: ihr redet, wie ich denke aber kaum (traue), in Worte zu fassen. Danke.
    Demnächst seid ihr in Siegen? Gleich bei mir nebenan, was? Könnt ihr sagen, wo ihr dann seid?

  2. Es ist einfach ein “zu enges Kistle”… und es wird giftig, wenn man den Deckel drauf macht und den Leuten dann nicht erlaubt, rauszuwachsen. Krass, was Siggi am Schluß von den Pastoren erzählt. Sie bleiben in einem System, das sie selbst ihren Kindern nicht antun wollen… da ist die seelische und geistliche Vergiftung ja vorprogrammiert. Leider kenne ich solche Menschen auch und sie tun mir von Herzen leid und ich habe ehrlich gesagt Angst um sie, und hoffe, daß sich da noch was tut. Mehr Platz und Mut, um ehrlich sein zu dürfen… eine kräftige Dosis Hossa-Talk immer mal wieder. Aber die lieben Kollegen und Gemeindeschäfchen können manchmal ekelhaft und ungemütlich werden, wenn jemand nicht mehr mitspielten will… je mehr Verunsicherung kommt umso krasser können sie werden. (Und man hat sie sich selbst so gezüchtet)…

  3. Großartige Folge. Wie hat man sich denn das handeln eines nicht länger unmenschlichen oder übermenschlichen Gottes vorzustellen? Tut er zum Menschlichen etwas dazu (*Übernatürliches*)? Oder wirkt er “nur” durch den Menschen? Ein bisschen wie beim Abendmahlsbrot: Ist Jesus drin, drauf, drüber oder durch?

  4. (ca. Minute 54) worin zeigt sich in der Aussage “Jesus Christus ist auf die Erde gekommen um für uns zu sterben” eine “Enge” oder etwas falsches?

    Offenbart sich hier nicht die Ansicht eines Theologen, der die Wahrheit längst verlassen hat? Wie selbstkritisch ist denn Herr Zimmer selbst? Er kritisiert es doch so sehr und so gern wie engstirnig und unkritisch seine Hinterfrager sind.
    Unfassbar wie ihr ihn hier unkommentiert zur Sprache kommen lasst. Allein wie er Worte wie “christlich” ausspricht…wie blind muss man sein? Dieser Mensch verbreitet Unwahrheiten wenn er den Mund aufmacht. Er hat erwähnt, dass er in seiner Vergangenheit viel falsches im “Dienst Gottes” gesagt hat…in wessen Dienst handelt er denn heute.

    1. Auch auf das Risiko dass ich falsch liege: Ich Interpretiere Siggis Aussage so, dass es ihm davor graut, dass in Kinderliteratur steht “Jesus Christus ist auf die Erde gekommen um für uns zu sterben” – er würde eher dem Satz “Jesus Christus ist auf die Erde gekommen um uns zu erretten” für die Altersgruppe angemessener finden. Der erste Satz ist nicht grundsätzlich falsch – aber er hilft dem Kind das ihn liest nicht soviel weiter wie der zweite. Im Ersten liegt Trauer – im zweiten Hoffnung.

      1. Yep. So habe ich es auch verstanden. Überhaupt finde ich den 2. Satz (für jede Altersgruppe) den richtigeren. Jesus kam nicht in die Welt um zu sterben, sondern um zu retten.
        LG,
        der Jay

        1. Wenn mir Leute sagen: “Jesus ist für uns gestorben!”, dann sage ich gerne: “Und auferstanden!”

          Patrick

    2. Der Problemsatz aus dem Heft heißt im originalen: “Jesus, der Sohn Gottes, ist der ‘Rabbi’, der Lehrer der Jüngergruppe. Seine eigentliche Aufgabe: stellvertretend für alle Menschen zu sterben.”

      Gehört es nicht auch den zu “eigentlichen Aufgaben” von Jesus, mit den Menschen zu leben? Gehört sein Umgangsstil mit den Armen, Kranken, Sündern, Frauen und Kindern nicht zu den eigentlichen Aufgaben Jesu?

      Darauf bezieht sich die Empörung.

      1. Hallo dagobertrrck,
        ein bisschen weiter oben gibt es eine Erklärung dazu, worauf sich die Empörung bezieht.

  5. War ja sehr gespannt, was dieser Talk so bringt. Finde euren Podcast und worthaus ja wirklich spannend und einen sehr wertvollen Beitrag. Will die Gelegenheit mal nutzen, um ein paar generelle Gedanken dazu los zu werden.

    Ich komme selber aus einem “evangelikalen” Hintergrund und habe mich in meiner Jugend darin sehr wohl gefühlt, man könnte sagen, ich bin darin aufgegangen. Bin auch immer noch sehr aktiver Teil einer Gemeinde, die man sicherlich als “evangelikal” bezeichnen würde und fühle mich aus durchaus wohl dort. Allerdings setzte auch ich mich seit langem schon sehr kritisch mit vielen Standpunkten auseinander und komme an vielen Stellen zu sehr ähnlichen Schlüssen wie ihr (soweit ich das aus euren Gesprächen rauslesen kann). Auch ich habe das Gefühl, dass man über gewisse Dinge nicht reden kann. Weniger weil man es nicht darf (!), vielmehr weil man Angst hat, andere zum Zweifeln zu bringen. Zweifel machen Dinge eben komplizierter.
    Als ich auf worthaus gestoßen bin, hatte ich das Gefühl, dass mich hier endlich mal jemand mit meinem Fragen dort abholt, wo ich stehe und eben nicht die Standardantworten liefert. Siegfried Zimmer hat also zu meinem “Herauswachsen” seinen Teil beigetragen. Und auch ihr regt mit euren Talks zum Nachdenken an und fördert damit andere Perspektiven. Ich denke, ihr liefert damit einen unglaublich wichtigen Beitrag und ich danke euch an dieser Stelle herzlich dafür!

    Allerdings hätte ich auch noch eine (oder mehrere) Bitte(n) (und zwar auch an Prof. Zimmer). Auch wenn ich inhaltlich eigentlich immer zum allergrößten Teil voll zustimmen kann, hinterlassen eure Beiträge und auch Zimmers Vorträge immer einen kleinen faden Beigeschmack. Ich will versuchen, das zu erklären.
    Ihr (ich schließe mal alle drei mit ein jetzt) redet viel von Engstirnigkeit und Arroganz auf Seiten der “Evangelikalen”. Das in den Freikirchen immer alle denken würden, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Und redet dann von Demut, die fehlt. Und zwei Sätze später redet ihr auf abfällige Art und Weise über eure Vergangenheit, wie dumm und naiv ihr doch damals wart usw., die das alles ad absurdum führt – da ist keine Demut.
    Versteht das nicht falsch…ich fühle mich da nicht verletzt oder so. Ich fühle mich ja nicht mal angesprochen, weil ich nie das Gefühl hatte, naiv zu sein oder dumm. Aber ich finde, ihr nehmt euren so verdammt wichtigen Argumenten und Impulsen einfach viel ihrer Kraft, wenn ihr sie in ein solches Gewand packt. Ich glaube, dass viele Leute, die genau das hören müssten, es aufgrund dieses Drumherums nicht annehmen können.
    Abgesehen davon finde ich die Pauschalisierung, die immer hinter dem Wort “Freikirche” und “evangelikal” steckt, vollkommen bescheuert und abschaffungswürdig. Was haltet ihr davon? Einfach mal nicht mehr gebrauchen, diese Wörter (wobei das eher auf worthaus zutrifft).
    Manchmal habe ich das Gefühl, ihr wollt mit eurer Vergangenheit abrechnen. Und das mag für euch heilsam sein und auch Menschen ansprechen, denen es ebenso geht. Aber nicht die, denen es eben nicht so geht. Ich habe mich auch in vielen meiner geistlichen Standpunkte verändert, sehe Dinge von früher sehr kritisch. Aber ich sehe es als notwendigen Teil meiner Geschichte, damit ich heute stehe, wo ich stehe. Und da hat meine EVANGELIKALE FREIKIRCHE einen großen, guten Teil zu beigetragen. Da bin ich ihr dankbar für.
    Um im Beispiel aus dem Talk zu sprechen. Wir alle haben doch unseren Balken (die evangelikale Engstirnigkeit und andere negativen Seiten) im Auge irgendwann entdeckt, warum geben wir nicht andern auch die Zeit, kümmern uns aber weiter um unsere andern Balken?

    Um das nochmal zu betonen: Ich bin euch und Siegfried Zimmer für das, was ihr macht, dankbar. Ich wünsche mir nur, dass es noch besser wird 😀

    P.S. Ich hab meinen Kommentar nicht nochmal komplett gegengelesen, hab eigentlich heute gar keine Zeit für so was hier 😀 Also verzeiht etwaige Ungereimtheiten.

    1. Hallo Auch-Jay,
      ja, da triffst du sicher einen Punkt. Danke für den Hinweis.

      Du bist auch nicht der Erste, der das so oder so ähnlich artikuliert. Ich weiß allerdings noch nicht recht, wie das aussehen kann/ könnte. Oder auch nur, ob ich überhaupt Lust darauf habe, mir bei jedem 2. Satz zu überlegen, ob ich das so sagen darf. Wir haben ja unter Anderem mit Hossa gestartet, weil wir einen Ort gesucht haben, an dem wir über unser Glaubensleben und unsere Glaubensfragen ohne Maulkorb oder Denksperren sprechen können. Eben tatsächlich so, wie wir das auch privat täten. Und das tun wir nun ja auch… 🙂

      Viele von den Gedanken, die uns bewegen, hängen natürlich (auch) mit den Erfahrungen zusammen, die wir gemacht haben. Und wenn wir zB darüber diskutieren, wie sinnvoll es ist, an den Satan zu glauben, dann will Hossa Talk ja gerade keine Lehrinstitution sein, die bloß Bibelstellen zu einem Thema aufzählt, diese in einen Zusammenhang bringt und dann das Ergebnis veröffentlicht. Wir fragen uns ja eben oft, was bestimmte Glaubenspositionen an Glaubensleben nach sich ziehen. Und da greifen wir dann natürlich auch auf unsere Erfahrungen und unsere Vergangenheit zurück. Und wenn wir etwas als Schieflage identifizieren, möchte ich das schon gerne auch so nennen dürfen.

      Außerdem scheint es einer Menge Leute auch Luft zum Atmen zu verschaffen, dass mal nicht gedeckelt wird, sondern Sachen deutlich angesprochen werden.

      Zudem wollen wir natürlich auch provozieren… (ohne uns damit auf dieselbe Stufe stellen zu wollen, aber wenn Jesus in seinen Gesprächen immer nur freundlich geblieben wäre, bzw. geschwiegen hätte, wären die Evangelien (zumindest die synoptischen) doch um einiges dünner…).

      Für mich ist das so, ich fühle mich der evangelikalen Welt zur gleichen Zeit verbunden und entfremdet. In unserem Talk darüber, ob wir denn noch evangelikal sind (HT #20) haben wir das ja auch thematisiert. Und dabei dieses Erbe ja auch dankbar gewürdigt.

      Aber ich verstehe schon, was Du meinst. Vergraulen will ich ja auch keinen (ärgern allerdings manchmal schon… ;-)) Und es ist tatsächlich nicht so, dass ich mit Freikirchen oder Evangelikalen nix zu tun haben wollte – im Gegenteil. Ich wünsche mir ja gerade den Dialog und das miteinander gehen (gerade auch dann, wenn man unterschiedlicher Meinung ist). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass von evangelikalen Kanzeln recht häufig sehr klar gesagt wird, was “Recht und Ordnung bzw. Irrlehre ist”. Ist es da nicht legitim, dass der Spieß mal umgedreht wird?

      Du schreibst “Wir alle haben doch unseren Balken (die evangelikale Engstirnigkeit und andere negativen Seiten) im Auge irgendwann entdeckt, warum geben wir nicht andern auch die Zeit, kümmern uns aber weiter um unsere andern Balken?” Das hast du sehr gut formuliert. Dem stimme ich unumwunden zu!

      Wie du merkst, bin ich ein bisschen hin und her gerissen…

      Vielleicht sollten wir mal eine Sendung zu dem Thema machen… Bis dahin, schaun mer mal…! 🙂

      LG,
      der Jay

      1. Danke für die schnelle Antwort und das Verständnis 😉

        Ich wollte euch auf keinen Fall auffordern, euch zu “deckeln” oder irgendwie zu zensieren. Vielmehr einfach hinterfragen, ob ihr nicht manchmal etwas undifferenziert über alle herzieht (überspitzt gesagt!). Und falls ihr sagen solltet “ja, tun wir wohl manchmal”, dann werdet ihr in Zukunft automatisch anders reden, ohne euch verstellen zu müssen. Was auch absolut kontraproduktiv wäre.
        Und ich hab auch absolut nichts gegen klare Kante gegen Missstände, auch wenn sie nur eure Meinung sein sollten. Nur gegen Pauschalisierung und hohes Ross.

        Und noch ein Gedanke, der mir gerade kam: Provokation ist nur dann ein hilfreiches Mittel, wenn sie auch ins Schwarze trifft. Zu pauschale Provokation, die übers Ziel hinausgeht, wird selten voll angenommen.

        Bin gespannt auf die Sendung zu dem Thema 😉 Keep up the good work!
        Gruß, der andere Jay

  6. “Jesus kam auf die Erde um für die Menschen zu sterben!”
    Gut. Es hätte heißen müssen: Jesus Christus kam auf die Erde um für die Welt zu sterben!”

    Ich habe gemerkt, das man das unfassliche an Jesus schnell zm sozialen macht.
    Und kann keine Erlösung bei dem Worthaus-Jesus finden.
    Und Jesus musste sterben, kam auch um zu sterben.
    Nämlich meinen Tod.
    Und Abraham und Issak sind auch keine Verirrungen von Abraham, sondern
    Gottes Blick auf das Wsentliche. Abraham musste wirklich abgeben.
    Auch wnn die Pädagogen und Tiefenpsychologen heute von Trauma reden für das arme Kind.
    Aber auch dies ist Bewertung aus dem Verlorenen Mensch sein.
    Zimmer: “Das passt nicht zum Normalen Leben”, sagt Zimmer.
    Aber wer bestimmt, was normales Leben ist?
    Du, Herr Zimmer bist nicht der Sprecher für ein richtiges Christsein.
    In diesem talk, nach dem ich jetzt nochmal gehört, bemerke ich das Nutzdenken
    für Hossa und Zimmer. Man redet sich nach dem Mund.

    Es geht nicht ums lernen bei den Christen oder ungläubigen. Um neue Taten oder Einsicht.
    Es geht immer noch nur um das Zentrum. Nicht um andere Leute oder ect.
    Es geht nicht um richtig o. falsch.

    Es geht um das Ziel Christi!
    Nicht um unsere Richtigkeit bei unserem Christsein.
    Aber so ist Hossa Talk insgesamt angelegt.
    Viele mögen das.
    Langgarrschneider: Jesus kam auf die Erde um für die Menschen zu sterben!
    Ja so Wertvoll sind wir Gott, das er Jesus gab. Und rein damit in die Kinderbibel, wenn
    sie dem Kinde nicht unreflektiert alleine überlassen wird

    Aber man dreht sich um sein Menschsein und vergisst den Sinn Gottes.

    Deswegen auch mal dieser link zu Klaus Berger.

    https://www.youtube.com/watch?v=3wW-wWX9vvo

    1. Hi Adrian,

      echt schön, wenn du für dich den Weg gefunden hast, der für dich funktioniert. Freu mich für dich. Du bist von Gott so dermaßen geliebt. Und so seh ich dich auch, durch die Liebe Gottes seh ich dich. Ich hoffe du liebst auch mich und Jay und Gofi und Hr. Zimmer, auch wenn wir deine Meinung nicht teilen. Wäre schön!
      Be blessed!

      1. Zwischenschaltung von mir, obwohl nicht angesprochen: Du hast Recht, Steffi. Wenn die WERTE, Wege, aus was wir sonst gefunden haben meinen, unsere WERTE, Wege oder Wahrheiten, Liebe, die aus der Bibel oder von anderen nicht aus Seiner Liebe sind, dann mögen diese funktionieren.

        Und sind doch nichts! Mag es noch so Stilsicher vorgetragen sein.
        dagobertrrck

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