14 thoughts on “#78 Live in Köln

  1. Apropos das Leben ist dir heilig, ich habe bei meinem letzten Job immer auf dem längeren Arbeitsweg Worthaus und so gehört, und ich weiß nicht mehr genau, in welchem Zusammenhang und von wem, aber es ging auch um das Heilige und um diese Stelle in der Offenbarung, in der es hieß “Heilig, heilig, heilig ist der Herr”. Und dann hat der Redner (Siggi Zimmer, meine ich, bin mir aber nicht mehr sicher) das Ganze auf hebräisch gesagt: Kadosch, kadosch, kadosch, mit der Betonung auf der zweiten Silbe. Und diese Betonung und Art zu sprechen hat mich an eine Szene aus Dirty Dancing erinnert, in der Johnny mit Baby geübt hat und ihr als Rhythmushilfe seinen Herzschlag gezeigt hat: “Baboom, baboom, baboom”, das klang von der Betonung ganz ähnlich wie “Kadosch, kadosch, kadosch”. Und ich hab mich dann gefragt, ob das Kadosch nicht vielleicht ein onomatopoetisches Wort ist, das den Herzschlag nachahmt. Wenn dem so wäre, müsste tatsächlich heilig mit Leben zusammen hängen. Vielleicht ist es ja Quatsch, was ich schreibe, aber vielleicht auch nicht? 😀

  2. Es hat wirklich wieder echt Spaß gemacht, Euch zuzuhören! Zu zwei Themen würde ich gerne kritische Anmerkungen loswerden. “Das Leben ist heilig” und “Gott hat keine Enkelkinder”. Das letzt genannte Zitat ist schon wegen seiner Negation suboptimal. Wenn Jesu Vater unser oder besser unser Abba bzw. Papa Sinn macht, dann m.E. nur in einem allgemein gültigen Verständnis. Soll heißen dass wir alle Gottes Kinder sind, ob wir es glauben oder nicht. Warum müssen wir uns immer von denen die nicht oder anders glauben abgrenzen. Dieses Abgrenzungsverhalten hat in der Geschichte wahnsinnig viel Unheil, von welcher Religion auch immer, verursacht. Mit Sätzen wie “du musst dich entscheiden” verbinde ich traumatische Jugenderinnerungen. Nein, für Gott kann man sich nicht entscheiden. Man kann sich lediglich auf den Weg machen (durchaus bewusst) und ihn erfahren. Der antifundamentalistische Weg bedeutet bei der Kindererziehung übrigens nicht, dass ich meinen Kindern keine Werte mitgebe. Ganz im Gegenteil, der Weg des Herzens und der Liebe (ich weiß das klingt kitschig) braucht keine Dogmen. Zum anderen Thema (Leben) schreibe ich vielleicht in den nächsten Tagen etwas.

  3. Danke dir Jay.
    Was ich auch richtig gut fand: “Die dunkle Nacht der Sinne” von Johannes vom Kreuz und dass diese Glaubenskrisen immer wieder kommen.
    Und: Christsein und das Kreuz muss man leben und nicht glauben. Richtig stark!

  4. Auch wenn diese Plattform kaum noch genutzt wird (kommunizieren alle nur noch über die App?), im Folgenden meine Ergänzungen zum Thema “das Leben ist heilig”. Bei dem Thema drängt sich in der Tat die Frage nach der richtigen Ernährung auf. Auch wenn es schwer fällt, so wahnsinnig netten Menschen wie Euch zu widersprechen aber die “Wurst” ist leider nicht das geringste Problem. Ich würde sogar behaupten, dass die Änderung der Ernährungsgewohnheiten eines der wichtigsten Themen zur Rettung unseres Planeten ist. Jedenfalls ist es schon mal super dafür ein Bewusstsein zu entwickeln und mit dem Kauf von Biofleisch anzufangen. Wir müssen jedenfalls nicht abwarten bis die herrschende Meinung unter Christen ein veganes Leben für richtig hält. Unser aller Leben egal ob Christ oder what ever findet im Hier und Jetzt statt. Der richtige Zeitpunkt für Veränderung ist immer jetzt. Ich selbst habe in meinem Leben viel Fleisch gegessen, aber wir sind alle Weltmeister im Verdrängen. Was in den Industrieländern in der Tierhaltung abgeht, ist einfach unvorstellbar grausam. Zudem möchte ich zur Heiligkeit des Lebens zurückkommen und erwähnen, dass die Tötung als solche auch bei Biofleisch in den gleichen Schlachthöfen mit den gleichen Methoden stattfindet. So misslingt z.B.?die Vergasung der Schweine, die übrigens in etwa so intelligent sind wie Hunde, in einer nicht unerheblichen Prozentzahl, so dass diese bei lebendigem Leibe aufgeschlitzt werden. Ferner ist die vegetarische Ernährung definitiv gesünder als eine fleischreiche. Die CO2-Produktion und damit die Klimaerwärmung ist zu einem großen Teil durch die Fleischproduktion bedingt. Ich selbst habe dies lange verdrängt und erst nach einem Kinobesuch mein Leben geändert. Ich möchte den Film “Hope for all” unbedingt empfehlen (eine DVD ist quasi auf dem Postweg nach Marburg). Abschließend möchte ich betonen, dass ich den Verzicht auf Fleisch nicht als Einschränkung, sondern als echte Bereicherung empfinde, wodurch ich viele neue Geschmackserlebnisse und die Begeisterung fürs Kochen neu entdeckt habe. Love and (Animal-) Peace, Daniel

  5. Hi.
    Ich fände das Thema: wie Sag ich’s meiner Familie schon noch mal im breiteren Rahmen gut, v.a. wenn Oma und Opa Angst haben, die Enkel konnten vom Glauben weggeführt werden oder ähnliches.

    Vorschlag für Talkgäste: die 2 Mädels von Kirche2. Das Buch “Vom Wandern und Wundern” könnte man mal bequatschen.

  6. … zur komplexen Erziehungs-Frage: Könnte da das frisch erschienene Buch von Tobias Faix und Tobias Künkler neue Impulse geben – “Frei erziehen – Halt geben: Christliche Erziehung für unperfekte Eltern. Ein Praxibuch”?! Wann ladet ihr die beiden ein? 🙂

    1. Die Beiden hätten schon dieses Frühjahr kommen wollen, mussten dann aber leider kurzfristig den Termin absagen. Vielleicht wird es im nächsten Jahr noch mal was.
      LG,
      der Jay

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