11 thoughts on “#82 Reformation – Kirche zwischen Macht und Ohnmacht

  1. Kleine Korrektur zugunsten der Schweizer. 1971 wurde das eidgenössische Wahlrecht der Frauen eingeführt (darum geht der zitierte Film). Auf niedrigeren Ebenen geschah das schon früher. Basel Stadt, soweit ich mich entsinne (schon) 1965. Der letzte Kanton wurde, glaub, 1990 gezwungen.

  2. Lieber Jens,

    schön, dass Du bei den Hossas bist! 🙂
    Deinen Podcast hab ich erst vor kurzem entdeckt und finde ihn toll! Es geht mir wie Jay: Ich habe so viel Neues dazugelernt, v.a. dass alle Fragen, die die Christenheit heute umtreiben, schon oft gestellt wurden! Und immer wieder neu beantwortet wurden und werden müssen. (Ich komme eher aus dem liberalen Spektrum, sehe aber ganz klar auch Begrenzungen meiner Kirche.)

    Ich habe erst ein paar Folgen geschafft und schaue sie auch nicht chronologisch, sondern immer mal wieder nach Interesse. Meistens höre ich dann gleich zwei bis drei hintereinander… Als ich mich gestern Abend über den 160-minütigen ZDF-Film über Luther und Müntzer geärgert habe, hörte ich mir gleich danach Deine Folgen über Müntzer und Karlstadt an. Zum Ausgleich nach dem “Event-Kino” oder wie man das jetzt nennt. 😉

    Schade, dass hier momentan so wenige kommentieren. Das könnte daran liegen, dass in der Hossa-Folge zuvor Jay seine Sicht auf christliche Gemeinschaft vorgestellt hat und derzeit viele Hörer v.a. dort schreiben. Dabei passen die Themen wunderbar zusammen!

    Also, ich freue mich auf Teil 2!
    So long & lieben Gruß
    Ina

  3. Musste sehr an Ernst Bloch denken: “Das Beste, was das Christentum hervorgebracht hat, sind seine Ketzer.” Und ich danke euch sehr, dass ihr die Verlierer der Geschichte in den Vordergrund stellt.

  4. Das Ding ist hab sie erst heute gehört. Echt spannendes Thema. Und gut den aktuellen Bezug herausgestellt. Die Frage nach der Wahrheit wird eben auch schon seit mindestens Jesus Tod und Wiederauferstehung diskutiert. Aber ist auch inmer mit Macht und Institutionsfragen verknüpft. Trotzdem brauchen wir immer wieder eine neue Reformation nicht um zu den vorgeblich wahren Wurzeln zurückzukehren, sondern um um unser christliches Verständnis für das 21. Jahrhundert zu klären. Das ist glaube ich dringend nötig.

  5. Hat mir sehr gut gefallen, wobei ich denke, man darf die Täufer in der Zürcher Runde nicht zu unschuldig darstellen. Sie waren sicher die schwächeren, aber man muss sich die mehr als Radikale Linke vorstellen, die zwar gute Ideen für die Gesellschaft haben, dabei aber vieles Klitz und Klein schlagen.

    1. Manches gehört klitz und klein, wenn die Menschen es gut haben sollen. Radikale Linke sind keine Unschuldslämmer. Manchmal rennen sie mit Peitsche mitten in den Tempel!

  6. hab mir ein par Folgen von Jens seinem Podcast angehört. Die Reich Gottes und die soziale Frage Folge sind affengeil. Hört sich ein bischen wie der Deutschlandfunk an.
    Wenn ich mich verorten würde wäre ich ein links mystischer Befreiungstheologe mit eschatologischen Anteilen 😉
    Freu mich schon auf die nächste Folge hier.

  7. Im Reformationsjubiläum ist fast nirgends der Eindruck erweckt worden, dass Luther und die anderen Reformatoren die absoluten Überflieger waren. Nein, es ist immer wieder über Schwächen und Fehler wie z.B. Stellung zu den Juden, Obrigkeit usw. diskutiert worden. Dass in der Geschichte mit den Täufern und auch mit Thomas Müntzer Übles passiert ist ist auch klar. Der Umfang von Faktenlage, was die Täufer theologisch und in der Gemeindepraxis angeht scheint aber doch sehr dünn zu sein. Diese nun als Helden darzustellen ist schon etwas weit hergeholt.
    Ein Schuh wird aber in anderer Weise daraus: Für vielen Gestalten der Bibel, für Nachfolger Jesu und auch für die Reformatoren sowie die Täufer gilt: Waren sie fehlerfrei? Nein. Hat sie Gott in ihrer Fehlerhaftigkeit gebraucht? Ja. Dass in der (Kirchen-)Geschichte nicht immer alles gerecht und richtig zugeht, geschenkt. Gott aber kann auch auf krummen Linien gerade schreiben. Deshalb ist die Reformation in der Nachschau nach 500 Jahren auch ein Erfolg

    1. Hallo Matze,
      vielleicht solltest du mal in den podcast von Jens reinhören.
      Dort diskutiert er durchaus kontrovers die verschiedenen Figuren der radikalen Reformation.
      Die Reformation ist ja ein geschichtliches Ereignis, als greift man sich die bestimmende Figur(Luther) heraus, um diese Epoche greifbar zu machen.
      Es gab aber noch viele andere Ereignisse und Entwicklungen. Deswegen finde ich es sehr erfrischend, mehr über diese Personen zu erfahren und auch immer nachzudenken, was wir für Erkenntnisse und Fragen für die Gegenwart gewinnen dürfen.

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