32 thoughts on “#144 Jay und Gofi in Quarantäne

  1. weitere Ideen: die örtliche Gastro mit to-go unterstützen.
    Hilfdeinemkino.de Das örtliche Kino auswählen und ein paar Werbeclips streamen.
    Und natürlich die Petition zum Bedingungslosen Grundeinkommen für 6 Monate unterstützen:
    http://chng.it/yT2nPY5SXH mit einer Unterschrift macht ihr Druck, dass zumindest drüber diskutiert wird. Schöne Folge sonst

  2. Kenneth copeland made my day. Wenn alles ziemlich krass ist, dann tut lachen echt gut. Galgenhumor hilft.
    Ansonsten paßte auch der letzte Talk schon doch sehr gut in die Zeit. Ich mach mir viele Gedanken. .. Eigentlich bin ich ja fast Allversöhnerin… Aber trotzdem es zieht mir schon den Boden unter den Füßen weg wenn ich Bilder aus Indien sehe…. oder aus New York. Da bleibt nur noch zu beten: Herr erbarme dich über all die Verzweifelten und Chancenlosen. Und stärke die, die gerade übermenschliche Leistung bringen. Ob jetzt solche Gebete wirken? Ich hoffe es …. Ich verstehe auch die Leute, die es glauben können, was Herr Copeland da bringt… Es ist halt der Wunsch, etwas zu machen. Wäre es nur nicht so unglaublich peinlich….Insofern.. Jeder soll beten wie er es kann. Bei sehr markigen Gebeten doch wie gofi vorgeschlagen hat, vielleicht lieber ohne Öffentlichkeit. Etwas demütiger würde ich auch gemeinsame Gebete zum sich dranhängen mögen. Am Mittwoch soll ja was stattfinden, von Johannes hartl initiiert.
    Passen wir auf einander auf…. Auch emotional.
    Viele Grüße, liebe Hossachisten, eure Elbenfrau.

  3. So, jetzt haben wir den Salat. Fast vollständiger Lockdown, schon jetzt Millionen Arbeitslose weltweit, Wirtschaft mit Volldampf gegen die Wand gefahren (da ist SARS Cov 2 allerdings nur der Auslöser und nicht die Ursache!) und von der notwendigen 60prozentigen Durchseuchnung sind wir noch so weit entfernt, wie Kenneth Copeland vom Gebet im stillen Kämmerlein. Sieht nicht gut aus.

    Wenn ich mal kurz aus dem Nähkästchen plaudern darf? Das wird noch richtig übel! Weil es uns nicht gelingt, auf den jetzt eingeschlagenen Wegen, die Hauptrisikogruppen adäquat zu schützen. Die Krankenhäuser sind mittlerweile ganz gut aufgestellt und da herrscht zurzeit die Ruhe vor dem erwarteten Sturm, aber die Pflegeeinrichtungen stehen katastrophal da und dort fehlt es an allem (Schutzausrüstung, Tests, Pläne etc).

    Laut neuesten Studien finden 46% der Übertragungen statt, bevor der Infizierte überhaupt irgendein Symptom entwickelt hat. Der/die Betroffene weiß also gar nicht, dass er/sie infektiös ist. Wie will man dann den Scheiß Virus von der Hauptrisikogruppe fernhalten, wenn z.B. MitarbeiterInnen in der Pflege nicht getestet werden? Selbstverständlich werden sie den Virus in die Einrichtungen schleppen. Bis sie selbst Symptome entwickeln ist es ja bereits zu spät. Und dann kann man live und in Farbe beobachten, was 60% Durchseuchung tatsächlich bedeuten. Zack zack von Zimmer zu Zimmer. Aber gut, dann bekommen dann auch endlich die Krankenhäuser was zu tun. Ich könnte kotzen!

  4. Sorry, wenn ich hier den Eskapisten gebe, schlechte Nachrichten kann man auch bei allen Medien lesen 😉
    noch ein Tipp zu Netflix: Shitsl ist wirklich großartig. Bei ‘One of us’ geht es auch um eine ultra orthodoxe Gemeinschaft, aus der eine Gruppe aussteigen will. Von der Beschreibung klingt es nach hartem Stoff.
    Ist ein Film, falls jemand keine Serien mag.

    bei dringeblieben.de geben Künstler Lesungen, Konzerte, Workshops, DJ Sets und man kann sie per Spende direkt unterstützen.

    1. Okay, dann mal gute Nachrichten! Wenn du nicht zur Hauptrisikogruppe zählen und ein ganz klein bisschen guter Segen auf deinem Leben liegen sollte, wirst du die Pandemie mit prächtigster Gesundheit überstehen. Du wirst dich zwar entweder jetzt, demnächst, oder spätestens wenn ein Impfstoff zur Verfügung steht aktiv immunisieren dürfen, aber das ist supi, weil Big Pharma ist dein Freund und wird sich liebevollst um dich kümmern!

      Wie die ganze Geschichte wirtschaftlich ausgehen wird ist ja noch nicht so richtig absehbar, aber die Chancen stehen so gut wie noch nie, dass wir Christen uns demnächst wie verrückt in Fulltime-Nächstenliebe üben dürfen. Ist doch prima!

      Gott bewahre allerdings, dass uns dabei das Klopapier und die Nudeln ausgehen, aber wenn wir gemeinsam mit aller Kraft an diesem Punkt gegensteuern, wird der olle Tanker Kapitalismus irgendwann schon wieder den Turbo einschalten können.

      Kurzum, alles wird gut! Jetzt sind halt mal die fetten Jahre vorbei und die minimalistischen dürfen beginnen. Das müssen ja nicht zwangsläufig die schlechesten sein. Und das meine ich, auch wenn’s so Assitypen wie mir echt schwer fällt, mal ohne jeden Sarkasmus!

      der Daniel

      1. Hallo Daniel,

        ich verstehe Dich sehr gut! Auch wenn ich nicht wie Du in vorderster Front kämpfe (sondern nur mit meiner Nachbarin rede – mit 2m Abstand -, die in der Ambulanz arbeitet).

        Ich werde leider auch immer zynischer, weil der Rest der Gesellschaft anscheinend nicht mitbekommt, wie uns der Arsch immer mehr auf Grundeis geht. Unter Umständen noch unter das Niveau der großen Wirtschaftskrisen des 20. Jahrhunderts… Da gibt es fundierte Berechnungen von seriösen Wirtschafsinstituten… 20 bis 30% Arbeitslosigkeit sind möglich.

        Ich bin nur in dritter oder vierter Reihe in einem “systemrelevanten Job”, aber wir beantragen seit 2 Wochen erschreckend viele Steuerstundungen und KfW-Kredite und Kurzarbeitergeld. Und wir kriegen in forderster Front mit, dass NICHTS klappt. (Und inzwischen hat das Finanzamt auch bei vielen Steuerstundungen abgelehnt. Ich übersetze mal in normales Deutsch:
        wenn wir (Finazmat) länger auf unser Geld warten würden, wären Sie pleite und wir kriegen gar nix mehr… – Noch Fragen?!)

        Ich kriege jedesmal Schanppatmung, wenn wieder jemand aus der Regierung erzählt, es ei “für alle vorgesorgt”.

        Die Wahrheit ist: Die KfW entscheidet gar nicht, sondern die lokalen finanzierenden Banken, und die haben Angst, weil die Gestzesvorgaben so blöd sind.

        Die linke Hand weiß nicht, was die rechte tut…

        Ja, die fetten Jahre sind vorbei…

        Dass es ein Virus sein könnte, der uns allen endgültig das Genick bricht… Selbstverständlich nicht der Grund, sondern nur der Auslöser. Schuld ist die Geldpolitik der Zentralbanken in der EU, in den USA und (seit 10 bis 20 Jahren) in Japan.

        Geld drucken ohne Wert hat noch nie geklappt in der Geschichte. Letztes Mal war ziemlich genau 100 Jahre her…

        Viele Grüße
        Ina

        P.S. @Gofi

        Das ist schwer zu sagen, wie es mit Eurem Haus-Kredit weitergeht. Jeder, der es Dir genau sagen kann, ist m.E. unseriös.

        Wichtig ist:

        1. Habt Ihr verlässliche Einnahmen? (Was auch immer verlässlich in den nächsten Jahren heißt)

        2. Habt Ihr einen festen Zinssatz oder kann der “dem Markt angepasst” werden? Für wie lange habt Ihr den festen Zins?
        (Es ist damit zu rechnen, dass mittelfristig die Zinsen steigen, und das kann einen Haus-Abbezahler umschmeißen – ebenso wie die Bundesrepublik Deutschland, die bisher nur eine “schwarze Null” hatte, weil die Zinsen null waren)

        3. Derzeit sind wir in einer Deflation, die aber in eine Inflation umkippen kann. (Wobei kein Mensch weiß, WANN und WIE KRASS das sein wird)

        Normalerweise ist eine Inflation immer gut für Leute gewesen, die Schulden haben. AAAber:

        Die Immobilienpreise sind seit mindestens 8 Jahren zu hoch (d.h. man muss Kaufpreise hinblättern, die man im Leben nicht über die Rendite wieder reinkriegt, daher u.a. auch die hohen Mieten in guten Lagen).

        Wann habt Ihr gekauft?

        Könnt Ihr Sondertilgungen leisten?

        Wenn alles schiefgaht: Der Bank die Pistole auf die Brust setzen (in ein paar Monaten geht es denen nämlich auch nicht mehr gut) und die Tilgung aussetzen – bis bessere Zeiten kommen (ich sag’s nur für das “Worst-case-Szenario”, das hoffentlich niemals eintritt)

        Du müsstest Dich UMFASSEND finanziell bilden, wenn Du Dich realistisch auf Zukunftsszenarien Deiner Familie und Eurem Haus vorbereiten willst.

        Du kannst mit der Bildung mal anfangen bei Hans Werner Sinn und Daniel Stelter. Haben beide eine eigene Webseite und sind sehr kritisch, aber keine Untergangs- oder gar Verschwörungstheoretiker.

        Beide drängen Dir auch nix auf, aber Du lernst mit der Zeit, selber zu denken. (Zeit hast Du ja noch. Immobilien sind nicht ganz so schnell volatil (=schwankend) wie Aktien z.B.)

        Aber auch sie schwanken sehr krass.

        Und Immobilienbesitzer (auch die ganz Kleinen) wurden im 20. Jahrhundert regelmäßg zur Kasse gebeten, wenn es zu viel Flüchtlinge gab (1945/46) oder eine neue Währung (20er in der Weimarer Republik). Stichwort “Zwangshypothek”, weil man kann ja nicht weglaufen als Häuslebesitzer.

        Alles Gute!

  5. “Wer betet, ist die ärmste Sau.”
    Danke. Danke. DANKE.
    Darum geht es ja auch im Gebet.
    War mir vorher nicht so bewusst.

    Sehr wohl bewusst ist mir, dass ich immer auf der Seite von Jay´s verkorkstem Atheisten stehe.
    Gutes Gelingen. Macht ihr zwei super ;).

  6. Toll, jetzt habt ihr mir meinen Lieblingspsalm ruiniert. 🙁 Obwohl das mit der Fankurven-Analogie schon wieder nicht schlecht ist.

    Ich überlege, ob es hilft, ihn weniger individualistisch und mehr geschichtlich / heilsgeschichtlich zu lesen. Dann ist Gott der, der sein Volk, wenn die Zeit gekommen ist, von Ägypten, Babylon und allen anderen Krisen errettet.

    Das alles würde dann in einem letzten weltverwandelnden Akt in der Auferstehung Christi münden, auf den dann wirklich und unumstößlich zutrifft, dass nichts auf der Welt ihm Schaden zuführen kann.

    Da mit Christus die gemeinschaftlichen Wahrheiten stärker ins Individuelle umbrechen („denn Gott hat alle deine Haare gezählt“) und wir dazu aufgerufen sind, die Auferstehungswelt jetzt schon zu antizipieren, würde ich den Psalm in seiner ganzen Brüchigkeit dann doch als Gottes end-gültiges Hoffnungsversprechen über meinem Leben verstehen wollen.

  7. Bitte macht auf jeden Fall weiter mit Hossa-Talk in dieser Zeit und bleibt weiterhin so authentisch mit euren Gedanken, Befürchtungen, Fragen und Zweifeln! Ihr müsst hier nicht das große professionelle Programm für die Coronazeit auffahren – das gibts anderswo. Was es woanders jedoch selten zu hören gibt, ist, dass mal jemand zugibt, wie verunsichernd diese Zeit ist und man nicht zu den Doofen gehört, nur weil man nicht gleich mit einem “so optimiere ich mich selbst in der Coronakrise”-Programm dienen kann, immer dieser scheiss soziale Druck. Vielleicht ist es auch in Ordnung, diese Tage einfach mal “auszusitzen”, abzuwarten, kein neues Buch, 5 Songs, drei Kuchenrezepte und eine neue Meditationstechnik zu erfinden, sondern einfach Tag für Tag zu (über-)leben, zu atmen, die Sonne zu genießen und einfach nur (da) zu sein. Und das Leben still vor sich hin zu leben ohne großes Tamtam.. Danke für eure Ehrlichkeit und dass ihr es auch aushaltet, nicht zu wissen, wie es weitergeht! Erfrischend.
    Grüße aus Wien

    1. Danke liebe Marlene für deinen Kommentar. Deine Worte sind eine wirkliche Wohltat. 💚
      Du sprichst mir voll und ganz aus dem Herzen.
      Ganz liebe Grüße!

  8. Um auf Deine Frage vom Anfang zu antworten, Jay: unsere Hossa-Regio-Gruppe hat ihre Treffen inzwischen von monatlich auf wöchentlich umgestellt. Auf Zoom natürlich. Gibt einfach den Bedarf zu reden und Leute zu „sehen“

    Ich finde, das hat auch was schönes.

  9. Amen zu allem, was Marlene schreibt, genau so geht es nur mit Eurem Talk, Danke!!
    Oft fällt mir im Moment das Beten schwer und da helfen Gedanken und Formulierungen, wie Ihr sie talkt ‘zum Himmel hin’.
    Gerade das ‘was tun als Christenmensch in dieser Zeit’ und die Reflexionen über italienische Priester und amerikanische Blender haben mich berührt.
    Ich höre podcast und Worthaus trotz veränderter Alltags Routine, weil ich nicht nur den Nachrichten und meinen Gedanken ausgesetzt sein kann und will.
    Danke also auch im Voraus für die Begleitung in den nächsten Wochen und Monaten.

    Mein Serientip: Casa de Papel.
    Hart, aber mega gut und mit hohem Suchtfaktor!

    Seid gesegnet, auch Eure Liebsten, Kraft und Geduld für alle Herausforderungen!
    Grüße aus dem Rheinland, Kathrin

  10. Hello! Ich habe seit langem wieder mal hossatalk gehört und war erst zögerlich, weil ich keinen Nerv hatte, mir noch mehr Corona-Themen reinzuziehen. Aber ich war positiv überrascht! Ein anderer Blickwinkel, auch viel geiler Galgehumor, sehr ehrlich. Danke! Mein Hauskreis trifft sich jetzt per Skype, was den Vorteil hat, dass 3 kürzlich weggezogene Mitglieder auch dabei sein können. Es klappt erstaunlich gut und ist total angenehm, so ein kleines Stück gewohnte Tradition im Alltag zu haben. Also unbedingt ausprobieren! Ich freue mich übrigens total, dass ihr eine Reihe mit weiblichen Gästen machen wollt! Bitte nicht zu weit nach hinten schieben.

  11. Lieber Jay, lieber Gofi,

    ich war ehrlich gesagt irittiert, dass ihr den “Copeland” zu Wort kommen lassen und kostbare Zeit gegeben habt!
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass seine Fans bei euch zuhören. Für wen war es dann gut?
    Damit wir etwas zum Lachen haben?
    Ich unterstelle mal, das 99% eurer Zuhörer (ich eingeschlossen) den Typen nicht eine Sekunde lang ernst nehmen.

    Eure Reflexion über Psalm 91 hingegen fand ich wichtig.
    Und richtig spannend fand ich es, als euch im Abspann einfiel, dass wir ja in der Karwoche sind.
    Und da hätte es für mich eigentlich weitergehen können, ja müssen.
    “Mein Gott, warum hast du mich verlassen!” Macht Jesus da nicht eine völlig “neue Gotteserfahrung” – die vom abwesenden Gott. Statt “dies ist mein geliebter Sohn” auf einmal Funkstille, Leid, Tod.
    So empfinde ich das auch und ich merke, dass die Corona-Krise auch meine Gotteserfahrung und mein Gottesbild berührt und erschüttert – vielleicht transformiert sich in dieser Krise ja auch das Gottesbild vieler Christen oder anders: Gott transformiert sich in uns. Das klang bei euch auch an – schade, dass die Karwoche nur so ganz am Schluss erwähnt wurde… aber vermutlich wird das Thema noch häufiger bei euch auftauchen. Und nach Karfreitag kommt Ostern 🙂 Liebe Grüße Dietmar

    1. Lieber Dietmar, ja, wir fanden ihn in erster Linie sehr lustig. Abgesehen davon war er ein Anlass, über den Zweck und den Sinn von Gebeten für oder gegen etwas zu sprechen. Wir haben ja nicht nur gelacht, sondern anschließend darüber geredet. Die Theologie, die er vertritt und die ihn zu so etwas motiviert, ist auch in Deutschland hier und da verbreitet. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als ich an so etwas Ähnliches (vielleicht nicht gerade genau an DAS) selbst geglaubt habe. Es gibt unter uns Frommen nichts, was es nicht gibt. Ich finde es sinnvoll, sich das manchmal vor Augen zu führen, welche Stilblüten Religiosität treiben kann.

  12. Den Podcast nach der Home- Office Arbeit zu hören ist auch schön. Dafür braucht es keine Autofahrt zur Arbeit. 🙂 Also bitte weiter machen.

  13. @Gofi: Zum Thema Deflation kann ich als Wirtschaftswissenschaftler gerne etwas sagen.
    Tatsächlich ist es sehr umstritten, ob die aktuelle Krise eher eine Deflation oder eine Inflation erzeugt. Erst in der letzten Ausgabe der Wirtschaftswoche gab es einen Artikel mit unterschiedlichen Sichtweisen dazu.

    Es gibt Fachleute, die immer direkt von der Geldmenge auf die Preisentwicklung schließen (Geldmenge hoch ==> Inflation = Preise hoch, Geldmenge runter ==> Deflation = Preise runter). Wie Gofi richtig erklärt, kann es durch die Krise zu einer sinkenden Geldmenge kommen und damit aus Sicht der genannten Fachleute zu einer Deflation. Diese Theorie nennt man Quantitätstheorie des Geldes.
    Andere Fachleute sind der Ansicht, dass diese Theorie den Zusammenhang zu stark vereinfacht. Ohne hier zu sehr ins Detail zu gehen; es gibt zum Beispiel die Sichtweise, dass die Geldmenge sich, außer auf die Preise, noch auf andere wichtige Faktoren auswirkt, beispielsweise auf das Investitionsverhalten von Unternehmen. Die Investitionen der Unternehmen beeinflussen selbst aber auch wieder die Preise. Eine Prognose der Preisentwicklung allein über die Geldmenge ist demnach nicht möglich.

    Ich persönlich bin der Ansicht, dass die Diskussion über die Geldmenge, den Blick von wesentlich näherliegenden Faktoren wegrückt. Die Preise für unsere Alltagsgüter ergeben sich im Wesentlichen aus Angebot und Nachfrage. Wenn jetzt z.B. Desinfektionsmittel knapp wird, wird es tendenziell teurer. Auf der anderen Seite gab es zuletzt aus politischen Gründen ein Überangebot an Öl, obwohl wegen der Krise weniger geflogen und weniger Auto gefahren wird. Das treibt den Ölpreis nach unten.
    In der Coronakrise kommt es zu Produktionsausfällen und Ausfällen in den internationalen Lieferketten. Viele Güter werden knapper und sind schwer verfügbar. Es ist also gut möglich, dass dadurch auch die Preise ansteigen. Durch den fallenden Ölpreis wird dieser Effekt allerdings zum Teil wieder ausgeglichen.
    Wenn jetzt durch die Krise auch die Einkommen der Bürger sinken und Unternehmen weniger investieren, kann sich das Ganze in einigen Monaten zu einer Deflation umdrehen.

    PS: Hier wurde von einer Kommentatorin empfohlen, sich mit den Thesen von Hans-Werner Sinn zu beschäftigen. Ich würde das nicht empfehlen. Hans-Werner Sinn kommt mir oft mehr wie ein Wirtschaftslobbyist vor und nicht wie ein Wirtschaftswissenschaftler.

  14. Unbedingte Hörempfehlung 🙂 Jung&live mit Maja Göpel
    https://www.youtube.com/watch?v=p20ovqcuyFA
    Mit dem jüdisch-christlichen Glauben im Background sind mir gleich ganz viele Assoziationen in den Kopf gekommen… Die Frage: Was gibt uns Sicherheit? Welchen Stellenwert haben Beziehungen? Was macht uns Angst? Wieso fällt es uns so schwer, Kontrolle abzugeben (an das Ökosystem/die Schöpfung…)? Weshalb tendieren wir dazu, an eingefahrenen Denk- und Handlungsweisen festzuhalten, selbst wenn sie schädlich sind? Können wir Krisen dazu nutzen, um unser Denken zu verändern? etc.

  15. “Ich sammle Farben für den Winter”
    Danke für die Erinnerung an diese Geschichte 😊
    Der Mensch (über)lebt nicht vom Brot allein 😌
    Der Winter (Hunger) weckt die Erinnerung an Frühling und Sommer und die Sehnsucht nach neuem Wachstum 🌱

    1. Mich hat an der Geschichte immer fasziniert, dass die Mäuse den Frederick mitessen lassen, obwohl er ja gar keine Essensvorräte gesammelt hat. Dass sie doch irgendwie darauf vertraut haben, dass er Vorräte gesammelt hat, obwohl sie nicht materiell waren…

  16. Hallo ihr zwei,
    Erstmal noch vielen Dank für euren Podcast. Höre jede Folge (fast immer) mit Begeisterung!

    Ihr habt in dieser Folge auch über Kenneth Copeland gesprochen – ich hab mich in einer recht ausführlichen Secta-Folge mit dem Kerl und seinem theologischen Background beschäftigt, die heute online gegangen ist. Spannend fand ich unter anderem, dass er nicht “nur” charismatisch ist, sondern auch von der Esoterik beeinflusst.

    Vielleicht interessiert euch das ja, zur Folge findet ihr unter https://secta.fm/kenneth-copeland/

    Liebe Grüße! Fabian

    1. Hey, cool, höre die Folge gerade. 🙂
      LG,
      Der Jay

      PS Hattest Du nicht auch mal ne Folge zu Jim Jones? Wo ist die denn abgeblieben? Konnte die heute im Podcastcatcher jedenfalls nicht finden.

  17. Ich finde ja den Vorschlag eines Online-Live-Talks sehr interessant!
    Könnte man nicht die Fragen vorher “einsammeln” – daraus eine sagen wir “Top 30” Liste erstellen und die online voten lassen. Also Fragen könnte man ja per Facebook einsammeln (Kommentare zu nem Thread), zum Voten findet man betimmt was kostenoptimiertes (Google Formular, Doodle, Survmetrics, u.v.m.)- sonst macht ihr 30 Postings mit 30 Fragen und doe 10 mit den meisten Likes bleiben übrig – am Ende eure Show – eure Regeln – dehalb lieben wie alle Hossa Talk 🙂
    Am Ende bleiben 10 übrig und ihr “zieht” die nächste Frage aus nem Hut oder so. Geht doch online, oder? Zoom kann 100 Teilnehmer – man kann dazu auch Einladungen verschicken – oder halt die ersten 100 …
    Das wäre mal ein schönes Ereignis, dass ich mir durchaus auch ohne Social Distancing vorstellen könnte.
    Na ja – und wenn keiner Fragen einreicht oder sich keiner “registriert” – dann isses halt nicht 🙂

    1. Morgen, 30.5. wird es übrigens einen digitalen Hossa Talk Live via Zoom geben: Talk in den Mai.

      Wir treffen uns am Donnerstag, den 30.04. um 20 Uhr auf ZOOM (Zugangslink ab 19 Uhr).
      Die ZOOM-App ist hilfreich, aber nicht zwingend, Teilnahme ist auch über den Web-Browser möglich!
      Keine Voranmeldung, einfach reinkommen & mitmachen!
      Achtung: Maximal 100 Personen – wer zu spät kommt, könnte vor verschlossener Tür stehen… (wie einst die törichten Jungfrauen! Dann wird der Herr sagen …)
      Dauer: 20:00 bis ca. 22:00 Uhr.
      Rotwein oder Bier mitbringen!
      Empfehlung: verwende eher einen Rechner als das Handy (wegen Sichtbarkeit der Personen, keine Maskenpflicht).

      Noch Fragen? Gerne an
      hossaregiotreffowl@googlemail.com

    1. Oh Katja,
      Das Buch von philipp roth muss echt grauenvoll traurig sein, schon die Buchbesprechung ließ mich mit einem Kloss im Hals zurück. Aber leider passieren ja solche Sachen…..
      Auf freestyleproject, das Jay mal verlinkt hatte, habe ich noch einen ziemlich guten Artikel von Thomas Oord gefunden, der auch sehr lesenswert ist.
      LG, Eli

      1. Hallo Eli,
        den Artikel beim freestyleprojekt hab ich auch gelesen.
        Das Buch von Roth kannte ich vorher nicht (das wäre auch too much für meine Emotionen…). Ich fand den Artikel interessant wegen der Parallelen. Der schmale Grat zwischen “Das Leben feiern” und “anderen den Tod bringen”.
        Und ich finde in beiden Artikeln die Frage wieder, die sich mir stellt angesichts der Tatsache, dass im Moment viele Menschen sehr viel von “Freiheit” reden: Wie viel “Verantwortung/Verantwortlichkeit” steckt eigentlich in meinem/ihrem Konzept von “Freiheit”?
        Falls du noch einen vllt weniger aufwühlenden Artikel lesen willst, den ich auch gut fand:

        https://www.spiegel.de/karriere/gefuehle-in-der-corona-krise-trauer-und-angst-a-53f385de-3c5a-49dc-8920-2cbb28a7f209

        lg, Katja

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