#196 Tschüß Gofi, hallo Marco! – Der große Staffelwechsel und das Lüften letzter Geheimnisse

Es ist so weit: Gofi geht wirklich von Bord! Marco übernimmt seinen Platz. Aber selbstverständlich muss dieser Staffelwechsel gebührend von uns mit Euch gemeinsam gefeiert werden. Zu dritt präsentieren wir die große Abschiedssause: eine Folge für echte Fans, in der selbst die, die bisher jede Folge aufmerksam gehört haben, neues Insiderwissen erfahren werden. Es ist außerdem die längste Folge, die wir bei Hossa Talk jemals aufgenommen haben! Wie weit reichen die Ursprünge von Hossa Talk zurück? Was hatten der ERF Südtirol, die IDEA und ein Philosophieprofessor damit zu tun? Wie entstand der Name und was bedeutet er? Wo kommt das dreifache ‚Hossa‘ her? Was sind unsere persönlichen Highlights der letzten acht Jahre? Wie spielte sich Gofis Ausstieg konkret ab und warum war Jay darüber so wütend? Warum ist es wichtig, dass Gofi geht und Marco übernimmt? Neben all diesen spannenden Infos erfahrt Ihr Dinge über Marco, die Ihr wahrscheinlich noch nicht wusstet, wir beantworten Fragen, die Ihr uns gestellt habt, und hören außerdem Grußbotschaften von Weggefährt*innen. Gofi sagt: Danke, liebe Freund*innen, für diese fantastische Zeit mit Euch, für Eure Wertschätzung und Eure Unterstützung!

#195 Wie geht interreligiöser Dialog? Und wozu ist der gut? (m. Dr. Christoph Goßmann)

Über den eigenen Glauben zu reden, fällt manchem an sich schon nicht leicht. Aber dann auch noch mit Angehörigen anderer Religionen? Wie macht man das? Und wozu soll das gut sein? Wir haben darüber mit einem Fachmann gesprochen: Dr. Christoph Goßmann lehrt an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie, ist Beauftragter des Kirchenkreises Hamburg-Ost für den christlich-jüdischen Dialog und Vorsitzender des Vorstandes der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Hamburg. Er engagiert sich seit langem für den Dialog zwischen Muslimen, Juden und Christen und hat darüber zahlreiche Texte veröffentlicht. Wir wollten von ihm wissen, warum er sich so für das Thema interessiert, wie er selbst mit Angehörigen anderer Religionen redet, wie man dabei mit Differenzen umgeht und wie er zur fundamentalistischen Kritik am Dialog steht. Unsere vorletzte Folge vor der Sommerpause: Lohnt sich!

#194 Von Aliens bis Olaf Latzel: Über das, was andere glauben, und wie man damit umgeht (m. Fabian Maysenhölder/Secta)

Menschen glauben. Manchmal glauben sie große, beeindruckende Dinge. Manchmal sind es merkwürdige, fast schon komische. Und manchmal machen die Dinge, die Menschen glauben, ihnen oder anderen das Leben zur Hölle. Der Theologe Fabian Maysenhölder beschäftigt sich in seinem Podcast ‚Secta‘ mit dem Glauben anderer und deckt dabei eine große Bandbreite ab, zu der nicht nur bekannte Glaubensrichtungen gehören, sondern auch stellenweise absonderlich anmutende Religionen. Mit Sachkenntnis und Einfühlungsvermögen geht es ihm nicht zuerst darum zu kritisieren, sondern zu verstehen. Wir wollten von ihm wissen, welchen Gründen und Abgründen er begegnet, wie man mit extremen religiösen Positionen umgehen kann, aber auch, warum und woran er selbst glaubt. Ein spannender Talk mit einem Hossa-Talk-Hörer der ersten Stunde, der sich inzwischen mühelos in seinem eigenen Themenfeld behauptet.

#193 Gibt es Engel? – Und was bringt es, an sie zu glauben?

Zum Abschluss seiner aktiven Zeit bei Hossa Talk durfte Gofi das Thema des Talks aussuchen. Und zu Jays Entsetzen hat er sich für das Thema ‚Engel‘ entschieden: Gibt es sie? Was spricht dafür oder dagegen? Welche Rolle spielen sie in den biblischen Geschichten? Was interessiert ihn überhaupt an dem Thema? AUSSERDEM lüften wir in dieser Folge das Geheimnis, wer Gofis Nachfolger*in wird!!! Dieser Talk ist also ein Trio-Talk mit dem/der großen Unbekannten. Seid gespannt!

#192 Meister Eckhart und das unbedingte ‚Ja!‘ zum Leben (m. Daniel Ernst)

Daniel Ernst ist Hossa-Talk-Hörer und hat verdammt viel Ahnung von der Philosophie Meister Eckharts. Deshalb haben ihn manche unserer unbedachten und auch unqualifizierten Äußerungen genervt, und er hat uns das in langen Kommentaren auf unserer Webseite wissen lassen. Uns hat beeindruckt, wie bündig, nachvollziehbar und klug er die Gedanken dieses einflussreichen spätmittelalterlichen Denkers zusammenfassen konnte. Deshalb haben wir ihn eingeladen, damit er uns ein wenig mehr darüber erzählt.
Um es gleich vorwegzunehmen: So populär einzelne von Meister Eckharts Gedanken auch sein mögen, seine Philosophie ist ein echtes Brett. Doch in diesem Talk gelingt es Daniel, die Gründzüge seiner Denke und ihre Relevanz für uns Heutige zu erläutern. Wir wollten von ihm wissen: Wie ist es überhaupt dazu gekommen, dass er sich so sehr für Meister Eckhart interessiert? Was können wir von diesem Philosophen über Gott, die Welt und uns selbst lernen? Finden wir Gott wirklich in der Natur? Oder nur in uns selbst? Und was bedeutet das für unsere Beziehung zur Welt, aber auch zu uns? Um diese und viele andere Fragen geht es in diesem etwas nerdigen, aber dennoch spannenden Talk. Viel Spaß!

#191 Glaube nach der Dekonstruktion: Gibt es eine zweite Naivität? (m. 365 Grad)

Bereits im März haben sich Hanna und Jan vom 365 Grad Podcast mit uns unterhalten und wollten gerne wissen, wie ein Glaube aussieht, nachdem er dekonstruiert worden ist. Wie ist es überhaupt zu Hossa Talk gekommen, und hat dieser Podcast uns dabei geholfen, neu und anders zu glauben? Ist die Dekonstruktion der eigenen Überzeugungen irgendwann auch wieder vorbei, und was kommt danach? An welchen Gewissheiten halten wir fest? Was bedeuten uns Rituale? Und glauben wir noch immer an einen personalen Gott, der ins Hier und Jetzt eingreift? All das haben sie uns gefragt, und wir haben versucht, darauf zu antworten. Das Ergebnis hört ihr jetzt auch bei uns, weil wir dachten, dass es euch vielleicht interessiert. Viel Spaß!

#190 Wenn die Vielfalt des Glaubens kein Problem, sondern sein Wesen ist – Ein interreligiöser Plausch mit Rabbiner Dr. Walter Rothschild

Nachdem wir in den vergangenen Folgen öfters versucht haben, eine jüdische Perspektive auf den Glauben und die Bibel einzunehmen, freuen wir uns sehr, dass sich Rabbiner Dr. Walter Rothschild aus Berlin Zeit genommen hat, um uns seine Sicht auf den Glauben und das Lesen der Bibel zu erklären. Walter ist freiberuflicher Rabbiner, lehrt, leitet Gottesdienste, schreibt Bücher und tritt als Kabarettist auf. Außerdem ist er ein ausgewiesener Eisenbahnexperte und-fan! Er erzählt uns, warum es ein Bibellesen ohne Kommentar im Judentum eigentlich nicht gibt, wie man damit klar kommt, dass das Lesen der Texte von einem vielstimmigen Kanon der Kommentatoren begleitet wird, warum Glaube und Textverständnis sich mit der Zeit wandeln müssen, aber auch, wie es um das jüdische Leben in Deutschland derzeit bestellt ist. Freut euch auf einen witzigen, klugen und äußerst schlagfertigen Gesprächspartner, der uns mühelos an die Wand redet.

#189 „… niemand kommt zum Vater außer durch mich!“ – Über die steilste Aussage von Jesus und was sie bedeuten könnte

Es ist ja nicht so, dass Jesus mit dem, was er gesagt hat, zurückhaltend gewesen wäre. Aber die steilste aller Aussagen, die ihm zugesprochen werden, dürfte diese sein: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater als durch mich.“ (Joh 14,6) Ist das ein exklusiver Wahrheitsanspruch? Bedeutet das, dass sich alle anderen Religionen irren? Wie kann man diese Worte verstehen? Unsere Hörerin Jenny hat uns diese Frage gestellt. Und wir reden drüber. AUSSERDEM hat Gofi eine wichtige Ansage zu machen, die den einen oder die andere vielleicht ein bisschen traurig machen wird. Jay jedenfalls ist es. Aber hört selbst.

#188 Wenn der Glaube verrückt macht

Eigentlich soll der Glaube das Leben bereichern oder sogar: überhaupt erst zum Leben hinführen. Aber was ist, wenn sich herausstellt, dass man an ihm nicht gesunder wird, sondern kranker? Wenn Dinge, die man glaubt, in Zwänge und Wahnvorstellungen auswachsen, bis das Leben unerträglich ist? Unser Hörer Andi erzählt uns in diesem Gespräch, wie es ihm ergangen ist, wie Glaubenssätze seinen Alltag zur Hölle gemacht haben. Er erklärt uns, wie Glaube und Krankheit manchmal in einem Verhältnis stehen und warum es ihm besser geht, seit er sich vom Glauben losgesagt hat. Gemeinsam denken wir darüber nach, warum eine Geschichte wie seine nicht nur das Problem einiger weniger Betroffener ist, sondern uns alle angeht.

#187 Schießen oder nicht schießen? – Wir reden über den Krieg und die Feindesliebe

Der Überfall Russlands auf die Ukraine hat die allermeisten überrascht und sehr schlechte Gefühle hervorgerufen. Bisherige Gewissheiten und Überzeugungen geraten ins Wanken. Ist es richtig, Waffen in die Ukraine zu liefern und die Bundeswehr aufzurüsten? Sind Pazifismus und Gewaltlosigkeit vielleicht doch nicht lebbar? Was würde ich tun, wenn in meinem Land Krieg ausbräche und man mir eine Waffe in die Hand drücken würde? Wie sind unter diesen Umständen Jesus‘ Worte von der Feindesliebe zu verstehen? In welchen Fällen richtet man sich danach und in welchen nicht? Über all diese Fragen denken wir nach. Und natürlich finden wir keine fertigen Antworten. Aber vielleicht Ansätze.